Und sonst ist nichts wirklich wichtig.

Das Zitat im Titel hat Joe Rubino schon 1990 in der amerikanischen Network-Zeitschrift „Upline“ publiziert. Und schon damals hat mich der „Punkt.“ am Schluss förmlich angesprungen. Heute füge ich immer wenn ich dieses Zitat benutze hinzu: „Und wenn ihr das in seiner vollen Tragweite wirklich verstanden habt, dann könnt ihr das Lesen aller Bücher zum Thema Network-Marketing einstellen. Es ist alles gesagt“. Und da ich weiß, dass die volle Tragweite offenbar schwer zu erkennen ist, hier noch einmal meine Gedanken dazu.

 

Marketing oder Bonusplan
Es fängt schon mal damit an, dass die meisten Networker nicht zwischen dem Bonusplan ihres Lieferanten und einem Marketingplan unterscheiden. Der Bonusplan (oder Provisionsplan) beschreibt die Qualifikationsstunden und die damit verbundenen Provisionen. Daraus können theoretisch mögliche Einkommen ausgerechnet werden. Dieser Plan dokumentiert immer den Status quo (oder mögliche Ziele), aber nie den Weg zum Kunden. Ein Marketingplan dagegen beantwortet die Frage „Wie bekomme ich meine Waren zum Kunden?“. Und in dieser Frage stecken zwei Begriffe, die nie in einem Bonusplan auftauchen, nämlich „ich“ und „Kunde“. Beginnen wir mit dem „ich“. Es geht beim Marketing nicht darum, wie Ihr Lieferant Marketing betreibt; auch nicht darum, wie er Ihnen empfiehlt, es zu tun; und auch nicht, was Ihr Sponsor tut. Es geht erst einmal darum, was Sie können oder wollen. Und damit geht es auch um Ihre Persönlichkeits-Merkmale. Es gibt hunderttausende von Hobby-Networkern, die versuchen krampfhaft das nachzumachen, was ihnen eine erfolgreiche Führungskraft vorgemacht hat, ohne zu berücksichtigen, dass sie völlig andere Wesensmerkmale haben als der/die Sponsor/in. Und wenn der Sponsor ein Typ ist, der aktiv und laut nach draußen geht und keinerlei Probleme hat, Menschen anzusprechen, und der „Unten“-Networker ein Mauerblümchen ist, das hofft, von niemandem wahrgenommen zu werden, ist es völlig sinnlos, den Weg des Sponsors nachzumachen zu versuchen. Und das wiederum wird bedeuten, dass verschiedene Persönlichkeiten verschiedene Marketing-Pläne brauchen, um das Geschäft eben auf der Basis ihres Wesens aufbauen zu können. Und dann geht es um den „Kunden“ und nicht um Geld oder Provision oder Produkte oder Incentives etc. Und wenn ich in meinem Marketingplan dem Kunden Raum geben möchte, dann muss ich mich fragen „Wer ist mein Kunde?“, „Was will mein Kunde?“, „Was versteht mein Kunde?“. Die Antworten auf diese Fragen werden fast immer für Ihren Sponsor und für Sie unterschiedlich ausfallen. Sie finden hier… ein paar weitere Gedanken zu Ihrer Marketing-Konzeption.

Zielgruppen-Marketing
Wenn wir uns im Marketing mit Kunden befassen meinen wir „Menschen”. Die wenigsten Networker, die neu einsteigen, befassen sich mit dem Thema „Zielgruppen-Marketing“, weil sie dem Irrglauben aufsitzen „Unsere Produkte braucht jeder“. Möglicherweise stimmt das sogar, aber jeder versteht eben nicht alles. Nicht jeder hat die gleichen Aufgaben zu lösen. Nicht jeder findet Ihr Corporate Design gut. Wenn Sie sich im Vertrieb oder Network-Marketing hinstellen und die Botschaft transportieren wollen „Ich bin ein Universalgenie und habe die besten Produkte der Welt. Kunde nimm dir gefälligst Zeit und such dir die passenden heraus“, dann werden Sie niemanden wirklich erreichen. Sie müssen sich in Ihrem persönlichen Marketing also mit Zielgruppen befassen. Mehr dazu finden Sie hier… Sie können jetzt schon erkennen, dass Sie nicht drum herum kommen werden, sich selbst mit dem Bedarf und den Bedürfnissen Ihrer Kunden zu befassen.
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Network-Marketing
Was ist der Unterschied zwischen Ihrem Marketing und Network-Marketing? Ganz einfach: Marketing liefert normalerweise die Antwort auf die Frage „Was muss ich tun, um meine Endkunden zu erreichen, und wie muss ich es tun?“. Network-Marketing beantwortet die Frage: „Was muss ich als Großhändler tun, um Einzelhändler (Downline) zu erreichen und wie muss ich sie behandeln?“. Und da es sich bei „Einzelhändlern“ auch um Menschen handelt, sind wir wieder beim Zielgruppen-Marketing und Menschen-Marketing. In allen Fällen wird das Geschäft brummen, wenn Sie erfreuliche Beziehungen zu jedem einzelnen Ihrer Team-Partner (Einzelhändler, weitere Großhändler) aufbauen und pflegen. Und das werden Sie nur schaffen, wenn Sie sich mit Menschen unterhalten, mit denen Sie eine gemeinsame Story haben und die Ihren Wesensmerkmalen entsprechen. Die werden, schon erwähnt, andere sein als die Ihres Sponsors oder Ihres Lieferanten.

WEB-Marketing
Auch das möchte ich kurz abhandeln. Viele Networker glauben, Internet-Marketing sei eine klasse Sache, weil sie sich heimlich in ihrem Keller an den PC setzen können, geniale Landingpages machen können, und hoffentlich dabei von niemandem persönlich gesehen werden, geschweige denn mit jemandem reden müssen. Es ist ein Irrtum. Über Internet-Methoden können Sie möglicherweise große oder kleinere Kontaktlisten herstellen, aber wenn Sie Network-Geschäfte daraus machen wollen, werden Sie nie umhin kommen, zum Telefonhörer zu greifen und Menschen anzurufen oder sich gar ins Auto zu setzen und sich mit Menschen zu treffen. Und da sind wir wieder beim Stichwort „Beziehungen“. Wenn Sie das nämlich tun, müssen Sie immer noch offen sein für die Erkenntnis „Wir passen nicht zusammen“, was nichts anderes heißt als „Zwischen und wird es keine fruchtbare Beziehung geben“.

Menschen-Marketing
Das alles zusammengefasst führt zur Erkenntnis „Beim Network-Marketing geht es um Beziehungen!“. Und um die Wichtigkeit zu unterstreichen, fügt eben Joe Rubino hinzu „Punkt.“ Und nach einem Punkt ist meistens ein Satz zu Ende. So wie jetzt. Punkt.

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Ein Impuls zum Menschen-Marketing… 
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